Dann betraten die Menschen vor Hunderttausenden von Jahren die Bühne der Erde und lernten, Feuer zu machen.
Seitdem greifen wir unentwegt in die Umwelt ein – zunächst behutsam, später zunehmend intensiv. Ein immerwährender Raubbau an den natürlichen Ressourcen begann. Zunächst in kleinen Mengen, doch stetig steigernd, bis hin zu maximalinvasiven und selbstzerstörerischen Eingriffen. Natürliche Landschaften wurden urbar gemacht und ökologisch oft stark verändert.
Über Jahrhunderte hinweg fielen unvorstellbar große Waldflächen dem Ackerbau, der Viehzucht, dem Schiffbau, dem Handel, der Fischerei, Siedlungen, Kriegen — und selbst alltäglichen Dingen wie Heizen und Kochen — zum Opfer.
Wussten Sie, dass allein ein Kriegsschiff aus bis zu 3.000 Eichen bestand? Zum Vergleich: Das entspricht etwa 300.000 m² Eichenwald – eine Fläche, für deren Umrundung man gut 30 Minuten zu Fuß bräuchte. Und das allein für ein einziges Schiff.
Wie viele Millionen Schiffe wurden wohl in den letzten 2.000 Jahren gebaut? Wie viele Jahrhunderte mussten Eichen und andere Bäume wachsen, um ihre majestätische Pracht zu entfalten – nur um dann als Balken oder Feuerholz zu enden?
Schon lange vor der Industrialisierung begann der Mensch, die Erde aus den Angeln zu heben – und die Folgen dieser Eingriffe prägen unsere Umwelt bis heute.
Diese historische Nutzung macht deutlich, wie wichtig ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen heute ist.