Dann betrat vor Hunderttausenden von Jahren die Menschheit die Bühne, wurde sesshaft und lernte nicht nur Feuer zu machen.
Seitdem greifen wir unentwegt in die Umwelt ein – zunächst marginal. Ein immerwährender Raubbau an den natürlichen Ressourcen begann. Zunächst in kleinen Mengen, doch stetig steigernd, bis hin zu exzessiven und selbstzerstörerischen Eingriffen. Natürliche Landschaften wurden urbar gemacht und ökologisch oft stark verändert.
Über Jahrhunderte hinweg fielen unvorstellbar große Waldflächen dem Ackerbau, der Viehzucht, dem Schiffbau, dem Handel, der Fischerei, dem Siedlungsbau, den Kriegen — und selbst alltäglichen Dingen wie Heizen und Kochen — zum Opfer.
Wusstest Du, dass allein ein Kriegsschiff aus bis zu 3.000 Eichen bestand? Zum Vergleich: Das entspricht etwa 300.000 m² Eichenwald; und das allein für ein einziges Schiff.
Wie viele Millionen Schiffe wurden wohl in den letzten 2.000 Jahren gebaut? Wie viele Jahrhunderte mussten Eichen und andere Bäume wachsen, um ihre majestätische Pracht zu entfalten – nur um schlussendlich als Balken oder Feuerholz zu enden?
Schon lange vor dem Zeitalter der Industrialisierung begann der Mensch die Erde aus den Angeln zu heben – und die Folgen dieser Eingriffe prägen unsere Umwelt bis heute.
Diese historische (Über)Nutzung macht deutlich, wie wichtig heute ein sorgsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen ist.